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Aktuelle Entwicklungen bei Palm-OS-PDAs
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Neues Palm-OS 5
Im Gegensatz zu den bisherigen Betriebssystemversionen läuft das neue Palm-OS 5 nicht mehr auf Motorola DragonBall-CPUs, sondern auf deutlich leistungsfähigeren Intel XScale/ARM-Prozessoren.
Die meisten PalmOS-Applikationen lassen sich innerhalb einer Emulation auch auf der neuen CPU ausführen. Neue Leistungsmerkmale in Palm-OS 5 sind 128 Bit-Verschlüsselung und InfoSSL für Emails, verbesserte Soundausgabe, sowie die Unterstützung von Bildschirmen mit höheren Auflösungen.

Prozessoren mit bis zu 400 MHz bringen mehr Tempo
Der Palm Tungsten T mit Palm OS 5 ist mit 144 MHz getaktet. Der ebenfalls mit OS 5 und mit umfassenden Multimediafähigkeiten ausgestattete Sony Clie NX70V bringt es sogar auf 200 MHz. Die Standard-Palms unter OS 4.1 (z.B. m500 oder m515) sind weiterhin mit 33 MHz getaktet, was für die Mehrzahl der Anwendungen durchaus ausreicht.
Einen neuen Leistungsschub dürfte der Palm Tungsten C bringen, der sogar mit 400 MHz getaktet ist.

Erweiterungssteckplätze
Alle neuen Modelle werden mit Slots für Erweiterungskarten ausgeliefert. Leider gibt es hier wieder einmal keinen einheitlichen Standard. Jeder Hersteller geht seinen eigenen Weg:

  • Palm stattet seine PDAs mit einem Slot für Karten und Zusatzgeräte nach dem Standard Secure Digital/MultiMediaCard (kurz SD oder MMC) aus. Neben Speicher- und Backup-Karten gibt es z.B. auch eine Bluetooth-Karte für die drahtlose Kommunikation mit anderen Geräten.
    Anwendungen (z.B. Spiele, Wörterbücher, Karten u. Stadtpläne), drahtlose Modems, "ankoppelbare" Handys, Digitalkameras und weiteres Zubehör sollen für diese Steckplätze auf den Markt kommen.
  • Handera (früher TRG) unterstützte in seinem TRG Pro schon immer CompactFlash TypII-Karten, die noch am ehesten als „herstellerübergreifender Standard" angesehen werden können. Auch die IBM-Microdrives (Minifestplatten mit bis zu 1 GByte Speicherkapazität) kann dieses Gerät aufnehmen. Der Handera 330 geht noch einen Schritt weiter und bietet zusätzlich zum CompactFlash- noch einen zweiten SD-Slot.
    Im Mai 2003 hat Handera allerdings angekündigt, die Produktion seiner PDAs einzustellen.
  • Sony`s Clie-PDAs sind mit dem formal an einen Kaugummistreifen erinnernden Sony-spezifischen Memory Stick aufrüstbar. Diesen gibt es z.Zt. bis zu einer Speicherkapazität von 128 MB. Neben "normalen Daten" können auch MP3-Songs, Bilder und Videodateien auf diesem Stick untergebracht werden. Damit liegen die besonderen Stärken der Sony PDAs insbesondere im Multimediabereich.
    Der
    »Memory Stick Pro« als Nachfolger des bisher bekannten Memory Sticks  soll in Größen von 256, 512 und 1024 Megabyte erhältlich sein und nicht zu allen Sony-PDAs kompatibel sein.. Für alle Geräte, die nicht den Memory Stick Pro unterstützten, ist der »Memory Stick Select« mit 256 Megabyte Speicher vorgesehen.

Spitzenmodell mit 64 MB Arbeitsspeicher 
Handsprings Visor Pro war der erste Palm-OS-PDA mit 16 MB Arbeitsspeicher (RAM). Inzwischen haben auch Palms m515 und Tungsten T sowie die Handspring Smartphones und einige Sony PDAs 16 MB RAM, so dass deutlich mehr Programme und Daten auch ohne Speicherkarte untergebracht werden können. Den Spitzenplatz nimmt der Tungsten C mit üppigen 64 MB RAM ein.

Bessere Displays
160x160 Pixel mit 16 Graustufen waren früher der Standard. Inzwischen sind auch höher auflösende Graustufen- und Farbdisplays verfügbar.

  • das 65.000-Farben-Display des Palm m515 ist deutlich besser als das des Vorgängermodells m505. Die Tungsten-Modelle T, W und C und der Zire 71 haben zusätzlich eine höhere Auflösung von 320x320 Pixeln zu bieten. Sonys Spitzenmodelle bringen es sogar bis auf 320x480 Pixel. Ein Betrieb ohne die energiezehrende Zusatzbeleuchtung ist kaum sinnvoll möglich, weshalb die Betriebszeiten gegenüber den Graustufengeräten auch deutlich niedriger ausfallen.
  • der 16-Graustufen-Touchscreen des HandEra 330 bietet eine Auflösung von 240x320 Pixeln. Anwendungen können um 90 Grad gedreht werden, um den Bildschirm besser zu nutzen. Mit der sog. „virtual on-screen-Graffiti-Eingabe" wird die Texteingabe verbessert. Außerdem wurde die Hintergrundbeleuchtung überarbeitet, um die Lesbarkeit des Bildschirms im Dunkeln zu verbessern.

Weitere Neuerungen
Eine Reihe weiterer Neuerungen verbessern Bedienung bzw. Nutzwert:

  • „Jog Dial Control" (Sony Clie) oder "Jog Wheel" (HandEra 330) werden die Bedienungsknöpfe genannt, über die mit dem Daumen Dateien oder Anwendungen angewählt, der Bildschirm gescrollt oder Programmfunktionen ausgelöst werden können. Ziel ist die Bedienung mit einer Hand.
  • Eingebaute Mikrophone, Lautsprecher (bzw. Kopfhöreranschlüsse), integrierte Sprachaufzeichnung und –wiedergabe MP3-Player oder sogar eingebaute Digital- und Videokameras verbessern die Multimediafähigkeiten.
  • Der Tungsten T wird mit integriertem Bluetooth ausgeliefert.
  • Sonys Spitzenmodell NX70V bietet neben der virtuellen Schreibfläche auf dem hochauflösenden Display und einer integrierten "Daumentastatur" auch die Möglichkeit zur Integration in WLAN-Umgebungen über eine spezielle CF-Karte. Im neuen Tungsten C ist die WLAN-Funktionalität serienmäßig integriert.

Neues Betriebssystem und verbesserte Softwareausstattung
Während Palm früher über die PDA-Grundfunktionalität (Adressbuch, Kalender, Notizen usw.) hinaus wenig Zusatzsoftware mitlieferte, kommen die neuen Geräte mit einer relativ kompletten Softwareausstattung:

  • neuem Palm-OS 4.1 oder sogar 5
  • Mobile Connectivity Software für Mail, SMS und Web-Clipping
  • Documents To Go (Word- u. Excel-Dateien auf dem Palm)
  • MGI Photo Suite Mobile Edition u.a.

Handspring Treo - gelungene Kombination aus Palm und Handy 
Die Miniaturisierung schreitet immer weiter voran. Mit den Treo-Modellen (180 und 270) ist es Handspring gelungen, eine sehr kompakte Kombination aus Palm und Handy auf den Markt zu bringen, die die Möglichkeiten beider Geräte vereint. Die Produktion des Treo 180 ist inzwischen allerdings ausgelaufen.
Das in den USA bereits erhältliche Smartphone Palm Tungsten W soll im Frühjahr 2003 auch in Deutschland erhältlich sein.

„Ältere Modelle" werden teilweise zu Schnäppchenpreisen gehandelt
Wer nicht immer den neuesten Stand der Technik mit sich herumtragen muß, kann rel. preisgünstig an einen PDA mit Palm-OS kommen (z.B bei www.ebay.de ). Gründe hierfür sind:

  • die Einführung neuer Modelle
  • die relativ starke Konkurrenzsituation der Anbieter untereinander.
 
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