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Mit dem Tungsten C über WLAN ins Internet

 

Palms neuer Tungsten C bietet Hardwareleistungen, die man von PDAs mit Palm-OS bisher nicht kannte.
64 MB Arbeitsspeicher, 400 MHz Taktfrequenz und eine integrierte Anbindung an drahtlose Netze sind  beeindruckende Leistungsmerkmale.
Mit einem Preis um 500 Euro ist Palms Spitzenmodell zudem preisgünstiger, als vergleichbar ausgestattete Pocket-PCs. Mitte Mai soll der neue Super-Palm in den Läden stehen.
 
Wir haben einen ersten Test des Tungsten C in WLAN-Umgebungen durchgeführt. Lesen Sie erste Eindrücke, was der Tungsten C hier leistete
.

 

Die technischen Merkmale von Palms Tungsten C erinnern auf den ersten Blick eher an die bei Pocket-PCs übliche Hardwareausstattung, als an einen Palm. Bedenkt man aber, dass das Palm-OS und die zugehörigen Programme wesentlich geringere Anforderungen an die Hardware stellen, als Microsofts Betriebssystem für PDAs, so ist zu erwarten, dass der Tungsten C die Konkurrenz hinsichtlich Programmgeschwindigkeit und Anzahl der installierbaren Anwendungen bzw. des mitführbaren Datenvolumens übertrifft.
 

Wichtige technische Daten des Tungsten C

   
Betriebssystem Palm OS 5.2.1
Prozessor, Taktfrequenz Intel PXA255-Prozessor mit 400 MHz
RAM-Speicher  64 MByte (51 MB nutzbar)
Display transflexives TFT-Farbdisplay (65.000 Farben)
Bildschirmauflösung, -größe 320 x 320 Pixel, 3,2 Zoll, Hintergrundbeleuchtung
Erweiterungssteckplatz SD / MultiMediaCard
Akku-Typ Lithium-Ionen
Abmessungen (HxBxT in cm) 12,2 x 7,8 x 1,7
Gewicht 178 g
Infrarot-Anschluss  ja
eingebautes Mikrofon / Lautsprecher ja / nein (Kopfhöreranschluß vorhanden)
MP3-Player / Video / Sprachaufzeichnung ja / ja / ja
Drahtloser (Netz-) Internetzugang Wireless LAN 802.11b on Board (+ VPN)
Mitgelieferte Software
Palm-OS 5.2.1 (mit Kalender-, Termin-, Adressen-, Merkzettel-, Notizen-, Aufgaben-, Rechner-, Sprachaufzeichnungssoftware u.a.), Web-Browser, Versa-Mail E-Mail-Software, Fotoverwaltung, Film-Player (Kinoma), Documents To Go (Word-, Excel- und Powerpointdateien auf dem Palm), Palm Desktopsoftware (Windows, Mac), Anbindung an Outlook, Spiele u.a.
 
Erste allgemeine Testeindrücke:
  • kompakter, gut in der Hand liegender PDA (aber deutlich größer/höher als Palm m5xx-Serie)
  • sehr gute Verarbeitung
  • USB-Verbindung zum PC wie bei Vorgängermodellen
  • aufgrund größerer Bauform ist nicht sämtliches Zubehör für Vorgängermodelle  weiterverwendbar (z.B. passt der Magellan-GPS-Empänger Companion nicht mehr an den Tungsten C)
  • verbesserte Desktopsoftware und neue Funktionen (z.B. Bildsynchronisation)
  • Erstinstallation über 2 CD-ROMs problemlos
  • integrierte Tastatur mit gutem Druckpunkt
  • keine gesonderte Graffiti-Schreibzone mehr (über neues Graffiti II kann Texteingabe über Stift auf gesamtem Touchscreen erfolgen (optional mit Anzeige)
  • die neue Bedienung über Tastatur und Graffiti II ist für "alte Palm-User" zunächst gewöhnungsbedürftig
  • ausgezeichnetes Display, das Leistungen der Vorgängermodelle deutlich übertrifft
  • sehr hohe Geschwindigkeit und gegenüber Vorgängern extrem hohe Speicherkapazität
  • offensichtlich relativ lange Betriebsdauer (länger als bei Tungsten T)
  • einfache Integration in bestehendes WLAN
Einbindung in ein drahtloses Netzwerk (WLAN)
 
Netzwerkintegration mit mobilem Internet und E-Mail über einen Palm sind relativ neue Anwendungs-bereiche, in denen PDAs bisher nicht so intensiv eingesetzt wurden.
Die mobile Nutzung von Internet und E-Mail über ein Handy ist dagegen bereits vielfach im Einsatz. Es handelt sich zwar grundsätzlich um eine faszinierende Technologie, die aber entweder zu langsam (GSM-Handy) und/oder (auch nach den jüngsten Preissenkungen führender Anbieter) für den Privatanwender in der Regel viel zu teuer ist. Wenn da von einigen Anbietern noch 0,29 Euro, für ein über das relativ schnelle GPRS-Handy geladenes Datenvolumen von nur 10 KByte, verlangt werden, dann vergeht einem schnell die Lust am mobilen Internet.
Zunehmend wird auf das Internet über drahtlose Netzwerke (sog. WLANs - Wireless LAN) zugegriffen. Diese Technik funktioniert inzwischen zuverlässig, ist bezahlbar und bietet bei einem DSL-Zugang zum Internet auch gute Geschwindigkeiten. Da liegt es nahe, auch den Palm auf diesem Weg an das weltweite Netz zu koppeln.

Wir haben mehrere fast gleich konfigurierte WLAN-Umgebungen mit T-DSL-Zugängen bereits seit längerem im Einsatz (Schule und privat). Router, Accesspoints (Sender) und etwa zwei Dutzend PCMCIA-Notebook-Netzwerkkarten, die den 802.11b-Standard unterstützen, stammen überwiegend von Netgear. Hat man sich einmal daran gewöhnt, den Laptop an seinen wesentlichen Einsatzorten ohne jedes Kabelgewirr in jedem vom Funknetz erreichten Raum nutzen zu können, möchte man diese Technologie nicht mehr missen. Ob der intensive Notebooknutzer diese Technologie auch noch auf seinem Palm benötigt, muß jeder Anwender selbst entscheiden.

 

Der Tungsten C hat ein eingebautes sog. Wi-Fi-Modul, das den drahrlosen Zugriff auf Netzwerke nach dem schon genannten 802.11b-Standard unterstützt.
 
Die erste Anbindung an unsere vorhandenen Funknetze funktionierte reibungslos. Die Netz-werkeinstellungen sind über "Einstellungen" (s. Abb. links) erreichbar.
IP-Adresse und die üblichen Konfigurationsdaten können einfach eingegeben werden (s. Abb. links unten).

'Der Tungsten C findet das Funknetz ansonsten mit Hilfe seines in der Kategorie "System" installierten Wi-Fi-Einrichtungsassistenten weitgehend selbst-ständig. Die Signalstärke, von der in gewissem Umfang auch die Übertragungsgeschwindigkeit abhängig ist, kann über einen gesonderten Programmteil (s. Abb. rechts unten) angezeigt werden. In diesem Beispiel ist das Signal relativ schwach - der sendende Accesspoint befand sich im Untergeschoss und mußte den Palm durch eine Betondecke erreichen.
   

 
 
Internet und E-Mail - schnell wie noch nie und ohne zusätzliche Kosten!
 
Wer einmal die schleppend langsame Internet-verbindung über ein per Infrarot oder Kabel mit dem Palm verbundenes GSM-Handy ausprobiert hat, wird erfreut vermerken, wie schnell das Internet über WLAN und DSL auch auf einem Palm empfangen werden kann.
Eine stabile WLAN-Verbindung vorausgesetzt, bauen sich auch grafikbefrachtete Internetseiten
im Browser des Tungsten C sehr schnell auf.
   
Sind die Seiten allerdings nicht speziell für den kleinen Bildschirm des Palm optimiert, muß man, um alle Informationen zu erreichen, intensiv die Scrollleisten des Browsers nutzen (s. Abb. rechts).
  
Zusätzliche Kosten entstehen bei vorhandenem WLAN erfreulicherweise nicht, so dass die Surfbereitschaft deutlich steigt. Das ausge-zeichnete Display des Tungsten C stellt Bild und Text gut dar und erhöht den Surfspass - insbesondere auf für das kleine Display optimierten  Internetseiten zusätzlich (Abb. rechts ist aufgrund der Nahaufnahme etwas verzerrt).
 
 
Sonstige (erste) Eindrücke
 
  • Installation und Konfiguration des Tungsten C sind auch für Nicht-EDV-Freaks zu bewältigen
  • der mitgelieferte Browser ist einfach bedienbar und funktionell - beispielsweise sind die Adresseneingabe, die Einrichtung von Lesezeichen und der Zugriff auf bereits besuchte Seiten über die "Verlaufsfunktion" gut gelöst.
  • nicht alle Internetseiten werden dargestellt - wiederholt erschien die Meldung "Popup-Fenster werden in dieser Browserversion nicht unterstützt"
  • die integrierte "Funknetzanbindung" erreicht scheinbar nicht ganz die Leistung unserer Netgear Wireless PC Cards für den PCMCIA-Slot des Notebooks - bei größerer Entfernung oder durch dickere Betondecken bringt die Netgearkarte einen stabileren Empfang (einen noch besseren Empfang hatte in direkten Vergleichstests die Sony CF-WLAN-Karte im Clie NX70V)
  • E-Mail über das mitgelieferte VersaMail funktioniert einwandfrei und schnell - leider werden authentifizierende E-Mail-Zugänge nicht unterstützt.
     
Weitere Erfahrungsberichte, Tests, Anbieter
   
 

wird fortgesetzt...

 
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